Immer mehr Minderjährige in der Bundesrepublik wachsen in Armut
auf. Da Kinder und Jugendliche mittlerweile diejenige Altersgruppe
bilden, die am häufigsten und stärksten davon betroffen ist, sprechen
Sozialwissenschaftler/innen seit einigen Jahren von einer sogenannten
Infantilisierung der Armut.
In absoluten Zahlen liegt die Anzahl der Kinder und Jugendlichen unter
15 Jahren, die in der Bundesrepublik in Armut leben, bei etwa 2,8 Mil-
lionen.
Somit wächst jedes fünfte Kind bzw. jeder fünfte Jugendliche im
Alter bis zu 15 Jahren in (Einkommens-)Armut auf.
Diese Problematik kann zu psychosozialen Belastungen bei den Kin-
dern
führen und unter Umständen einen Ausschluss aus vielen sozialen
und kulturellen Lebensbereichen nach sich ziehen. Damit ist die Chan-
cengleichheit
der Betroffenen nachhaltig beeinträchtigt. 14